inneres Kind, Trauma, Gestalttherapie, Angst, Depression, Schlaflosigkeit

Ein großer Spielplatz?

Es gibt viel Literatur zum Thema „das innere Kind“ und vorab: es ist ein Konzept. Oftmals beobachtet man aber Verhalten, z. B. im Büro, bei dem man denkt: „Bin ich hier im Kindergarten?“

Ein Kollege ist sauer auf den anderen und spricht deshalb nicht mehr mit ihm. Der Chef tyrannisiert seine Mitarbeiter*innen und keine*r sagt etwas. Ein großer Spielplatz – aber wo sind die Erwachsenen?

Was ist das verletzte innere Kind? 

Bei dem Konzept des inneren Kindes spielt auch der liebevolle Erwachsene und die innere Familie eine große Rolle. All das sind Anteile, die du in dir trägst. 

Du kannst dir dieser Anteile bewusst werden und dich den sogenannten verletzten Anteilen liebevoll zuwenden und heilen. Oftmals ist das verletzte Kind in uns der Grund, warum Beziehungen als Erwachsene nicht funktionieren, sei es auf Arbeit oder in Liebesbeziehungen. Das verletzte Kind will das, was es damals nicht bekommen hat. 

Wie ist es bei dir? Arbeitest du viel und wünschst dir mehr Anerkennung deines Chefs, bekommst aber genau das Gegenteil, z. B. immer mehr Arbeit? 

Ein Grund könnte sein, dass deine erste männliche Bezugsperson, der Vater, in deiner Kindheit physisch oder emotional nicht verfügbar war. Er war vielleicht physisch nicht anwesend, weil er, viel gearbeitet hat oder emotional nicht „ganz da“, weil er nach der Arbeit immer „ein paar Bierchen“ trank. 

Ein anderes Beispiel: In Liebesbeziehungen bekommst du ein komisches Gefühl, wenn dir dein*e Partner*in zu nahe kommt und du gehst dann körperlich oder emotional in den Rückzug? Wiederholen sich diese Muster bei dir immer wieder? Hast du als Kind oft Grenzüberschreitungen erlebt und glaubst Du unbewusst noch immer, dass Beziehungen unsicher sind und du dich schützen musst? Wenn du das kennst und dich fragst, warum das so ist, dann kann dir das Konzept des inneren Kindes dabei helfen zu verstehen. Es beschreibt die geschilderten Situationen als Identifikation mit dem verletzten Kind in dir. Das heißt, du erlebst für dich wichtige Beziehungen, z. B. im Job oder in der Partnerschaft, in bestimmten Situationen wie das kleine Mädchen oder der kleine Junge aus deiner Kindheit, z. B. in Form von Grenzüberschreitung, Abhängigkeit, dem Gefühl von Einsamkeit oder Machtlosigkeit, und du reagierst darauf mit den (Überlebens-)Strategien von damals. Siehe hierzu auch den Beitrag – Trauma. Was ist das?

Dieser Kampf – so fühlt es sich wirklich an – kostet sehr viel Kraft!

Du bist jetzt in Sicherheit – dein liebevoller innere Erwachsene

Du bist nicht mehr klein und hilflos, du bist jetzt erwachsen und kannst für dich sorgen.

Du brauchst das verletzte Kind in dir nicht mehr durch Ablenkungen wie Arbeit, Fernsehen, Social Media, Alkohol, Drogen und dergleichen zu betäuben.

Dieser Kontakt mit dir selbst gibt dir die Liebe, nach der du immer im Außen gesucht hast. Das ist Selbstliebe! 

Wie arbeite ich?

Du kannst in einem sicheren Setting dein inneres Kind kennenlernen und deinen inneren Erwachsenen entwickeln, der sich um den kleinen verletzten Jungen oder das kleine verletzte Mädchen in dir kümmern kann. Du brauchst nicht mehr im Außen in destruktiven, sogenannten co-abhängigen Beziehungen nach Liebe für diesen Anteil zu suchen. 

Du kannst mit mir gemeinsam lernen, dich selbst liebevoll zu halten, die alte Wut oder Trauer von damals zu fühlen und deine Notprogramme und Überlebensmechanismen kennenlernen und auflösen. 

Das ist wesentlich!

P. S. Für Heilung und das Schauen bei dir selbst brauchst du vor allem Mut. Wie dir deine Wut dabei hilft, erfährst du auch in meinem Blog.